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Porträts des Johannes Bückler, ca. 1800 bis 1818

 

Aus dem Zeitraum bis 1818 sind heute 27 Bilder bekannt, auf denen Johannes Bückler im Porträt oder als Teil einer Staffage zu sehen ist. Das fehlende 27. füge ich in Kürze ein. Bitte korrigieren Sie mich, sollte noch ein Bild fehlen.

Neu hinzugefügt im März 2016:

Bildreihe 1: (a) Das holländische Flugblatt auf zeitgenössischem Bütten ist bisher nur in einem Exemplar bekannt. Das Sterbedatum Bücklers ist hier mit 1809 angegeben, sicherlich ein Setzfehler des Druckers, da alle zeitgenössischen holländischen Publikationen das Datum korrekt angeben; (b-c) Vorläufer des Flugblattes aus Bildreihe 3c, unkoloriert und nur jeweils 2 Exemplare bekannt; (d) Aus der gedruckten fiktiven Biographie von Arnold, 1802, vermutlich in einer Auflage von 2-300 Exemplaren erschienen.

 

Bildreihe 2:(a) Die Miniatur (Öl auf Bein), die ein Privatsammler vor einigen Jahren in Bad Kreuznach erworben hat, soll angeblich Bückler zeigen und aus dem Besitz von Julchen Blasius stammen. Tatsächlich ist diese Abbildung zeitgenössisch, eine Ähnlichkeit zu Bückler ist nicht zu bestreiten, allerdings gibt es keine zeitgenössische Quelle, die belegt, daß es eine solche Miniatur gegeben hat. (b) Das Flugblatt (2.v.l.) ist betitelt "Enthousiastische Erklärung des berüchtigten Schinderhannes zum Chef und Anführer seiner berüchtigten Bande". Es gehört zu den ersten in den Umlauf gelangten Abbildungen über Bückler. Von (b-d) sind relative viele Exemplare heute bekannt.

Bildreihe 3: (a, b) Es existieren zwei Flugblätter, die Bückler während des Transports von Frankfurt nach Mainz zeigen. (c) Auf einem aquarellierten Kupferstich (3.v.l.) wird Bückler in der Pose des Räuberhauptmanns dargestellt. (d) Die erste Buchillustration zeigt den bekannten Überfall von Bückler, Dalheimer und Blum auf eine Gruppe von 45 Betteljuden, die zur Durchsuchung nach Wertsachen die Schuhe ausziehen mußten.

Bildreihe 4: (a-e) Der Maler und Kupferstecher K.H. Ernst erhielt während der Hauptverhandlung im November 1803 die Erlaubnis, Porträts von Bückler und anderen Angeklagten anzufertigen. Mindestens sechs Stiche und eine Gouache mit Bückler im Bild (die Gouache siehe rechts auf dieser Website) sind in seiner Werkstatt in diesem Monat entstanden und wurden offenbar in großer Zahl verkauft. (f) ist offenbar eine schlechte Kopie von (a) und wurde als Titelbild zu dem Büchlein "Schinderhannes und seine Bande" (1803, neu herausgegeben 2006, 2009) verwendet.

Bildreihe 5: (a) Aus der Werkstatt von K.H. Ernst stammt auch das Titelkupfer zu dem gedruckten Endurteil. (b, c) Auf zwei Flugblättern wird die Hinrichtung Bückler gezeigt, allerdings mit zahlreichen Abweichungen von den tatsächlichen Geschehnissen. (d) ist der einzige bekannte Holzschnitt. (e) zeigt wiederum einen der bekanntesten Überfällen Bücklers und zwar den auf eine Gruppe Betteljuden, die ihre Schuhe ausziehen müssen, damit sie durchsucht werden können.

Bildreihe 6: Abbildung im Anhang der in der USA nachgedruckten Schinderhannes-Biographie von G.F. Rebmann (Erstauflage in DE 1804 ohne Bild)

 

Gouache mit dem Porträt des Johannes Bückler von K.H. Ernst, November 1803, im Besitz des Stadtarchivs Mainz.