Projekt "3.000 Täter"

 

 

Durch die Auswertung von fast 1.100 Strafakten der Region Mittelrhein der Jahre 1796-1803 konnte bis 2009 ein einmaliger Einblick in die Kriminalität jener Zeit gewonnen werden. Inzwischen (2016) sind weitere etwa 1.800 Urteile der Militärgerichtsbarkeit (Mainz, Koblenz, Köln) bearbeitet worden.

Frankfurt am Main - als international bekannte Messestadt - schien bereits damals ein Mittelpunkt der Halbwelt gewesen zu sein. Vielleicht gerade deshalb trafen auch zahlreiche Amtshilfeersuche aus dem In- und Ausland hier ein - noch heute ein Eldorado an Informationen über die kriminelle Szene (wenn man handschriftlich geführte Akten in Kurrentschrift lesen mag ;-)

Mehr als 5.000 Täter und Opfer wurden inzwischen verzeichnet. Nicht nur alltägliche Straftaten, sondern zahlreiche spektakuläre Tathandlungen tauchten bei der Recherchearbeit auf. Zaubereien, Krawalle, raffiniert durchgeführte Plünderungen oder falsche Grafen - schillernde Bösewichte, Geheimagenten, halbstarke Jugendliche - inmitten der kriegerischen Ereignisse an der Wende zum 19. Jahrhundert.

Besonders interessant sind aber die zahlreichen Querverbindungen zwischen vielen Tätern, die man im Laufe des Aktenstudiums feststellt. Durch die Auswertung der deutschen Fahndungslisten und vieler Zuschriften (danke !) hat sich der Überblick über die Groß- und Kleinkriminellen noch erweitern können.

Meine Aufzeichnungen dazu veröffentliche ich nach und nach.